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Haus Heep

Das Fachwerkhaus ist Teil eines früheren Bauernhofs. Ein späterer Besitzer wird 1842 in seiner Sterbeurkunde als Bauer, Wirt und Barriereempfänger vermerkt. Als Barriereempfänger hatte er das Chausseegeld (heute: Maut) einzuziehen. Damit die Einzelpersonen, Pferdefuhrwerke und Viehtreiber auch tatsächlich bezahlten, war in Höhe des Hauses eine Schranke (Barriere) aufgestellt. Das Geld musste bei Tag und Nacht kassiert werden. Die nächste Zahlstelle befand sich an der Aggerbrücke in Troisdorf. Die Erhebung des Chausseegeldes blieb bis 1874 bestehen.

Es folgten verschiedene Besitzer, die das Haus als Wohnhaus und später auch wieder als Gaststätte benutzten, Teile abrissen und im Fachwerkstil wieder aufbauten, bis dann schließlich Ostern 1999 das Haus fast vollständig nieder brannte. Mit Hilfe des Heimat- und Geschichtsvereins wurde der vollständige Abriss verhindert und das Haus in seiner alten Gestalt wieder aufgebaut. Heute ist am „Wirtshaus Heep“ eine Tafel angebracht, die an die wechselhafte Geschichte erinnert.

Haus HeepGedenktafel am „Wirtshaus Heep“